Intuition als Wegweiser – Gefühle

Wie du mit Gefühl Entscheidungen treffen kannst


Im Rahmen meines FEBuB Vortrages in Essen vor 255 Leuten habe ich das Thema Gefühle tangiert. 

Warum greife ich das Thema Gefühle mit auf? Weil wir immer Fühlen. Und du wirst es kennen, dass so ein Entscheidungsprozess auch immer begleitet ist von unliebsamen Gefühlen, oder? Gefühle von Unsicherheit, Angst oder allgemeinem Unwohlsein. Die schauen wir uns an und machen dich mit 2 Übungen handlungsfähig. 

Sie begleiten und ständig! Sie geben dem Leben die Würze. Und sie können ganz schön heftig und nervig werden, oder?

Wie entsteht ein Gefühl?
Eine Sichtweise über die Entstehung beschreibt, dass ein Reiz ein Gefühl auslöst. Der Reiz kann durch Gedanken/Interpretationen entstehen oder durch unsere Sinnesorgane (Geruch, Geräusch, Sehen, Geschmack, Fühlen). Wie bewerte ich einen Reiz? Welche Erfahrungen sind an diesen Reiz geknüpft? Dies ist geprägt durch unsere soziale Konstruktion. 

Welche Gefühle gibt es? Ich reduziere mich hier auf 5 übergeordnete Gefühle. Es gibt Stimmen, die sagen, dass es 455 Gefühle gibt, die alle untergeordnet werden können.

Ich betone noch einmal, dass ein Gefühl ein Bedürfnis bereithält und nach einer Handlung fordert.

Schauen wir uns jetzt die 5 Gefühle an und beleuchten das dahinter verborgene Bedürfnis.


1. Die Wut

Die positive Form von Wut ist das klare, zielgerichtete und unbeugsame Handeln. Sich durchsetzen. Menschen, die Wut unterdrücken haben keinen Biss, ihnen fehlt es an Durchsetzung. Es wird deutlich: Wut ist ein Motor, da steckt Power hinter und Bewegung. Was wäre eine Welt ohne Fortschritt ohne durchsetzungsstarke Menschen?

Wir setzende Energie Wut für Dinge ein, die wir verändern wollen. Können wir sie nicht ändern kommt das Gefühl der Trauer auf den Plan.

Was wollen wir verändern? Was willst du?


2. Die Trauer

Alles hat ein Ende. Ist es das Leben oder die Liebe macht das traurig. Die Trauer hilft uns abzuschliessen. Es ist ein Prozess, der sein eigenes Tempo hat. Es kommen viele Gefühle auf beim Löseprozess doch keines ist so heilsam, wie die Traurigkeit. Diese müssen wir durchschreiten, oft mit vielen Tränen, wenn wir uns nach der Trauer wieder froh und lebendig fühlen wollen. Nach jedem Ende kommt ein Anfang.


3. Die Angst

Das Gefühl der Angst ist die Regung, die uns ein Überleben auf diesem Planeten ermöglicht (hat). Um nicht zu Versagen, zu Scheitern oder gar zu sterben ist Angst die Triebfeder. Angst macht uns wachsam. Sie lässt die Wahrnehmung steigern.

Hinter der Angst steht das Bedürfnis nach Sicherheit.


4. Die Freude

Es ist wohl das beliebteste der Gefühle. Hinter der Freude steckt das Bedürfnis nach Übereinstimmung. Auch die Freude hat eine Schattenseite. Menschen, die dazu neigen zu beschwichtigen, deckeln damit ein anderes Gefühl, was sie sich nicht erlauben zu fühlen. Mit Angst. Angst ist der Gegenpol der Freude. Die Angst tritt in Erscheinung, wenn etwas entfremdet ist.

Die Freude oder Frohsinn sind beliebte Empfindungen und eigentlich sind sie neutral! Sie sind gleichwertig zu Trauer, Scham, Wut, Angst.

Mit meinen kleinen Online Kurs nähern wir uns dem an, dass alle Gefühle gleichwertig betrachtet werden können und wir uns über das, was durch diesen Prozess freigesetzt wird freuen können, weil eine Übereinstimmung geben wird zu jedem anderen Gefühl. 

Lust gewinnen – Leid vermeiden (Angst).

5. Die Scham

Scham ist unser Bedürfnis nach Intimität und nach Abgrenzung. Dieses Gefühl hat eine besondere Stellung inne. Es ist das einzige unter den Gefühlen, welches heran reift. Ein Schamgefühl entwickelt sich erst im Laufe der ersten Lebensmonate oder Jahre. Angst oder Trauer zeigen Babies schon früh.

Mit der Scham geht es darum Regeln zu befolgen und Regeln aufzusetzen. Sie ist das Bindemittel von Gruppen und Zugehörigkeit- ein elementares Bedürfnis von uns Menschen. Daraus ergeht eine weitere Sonderstellung dieses Gefühls: es ist das einzige Gefühl, was sich selbst. Der beschämte Mensch stellt sein eigenes Verhalten in Frage und stellt die Beziehung zu den anderen in Frage.



Spätestens, wenn du den Film „Alles steht Kopf“ gesehen hast, weißt du, wie wichtig jedes einzelne Gefühl ist. In der Persönlichkeitsentwicklung dreht sich vieles darum die Gefühle zu händeln und Gefühle zu integrieren. Werden Gefühle, wie bspw. Wut, abgespalten führt das nicht selten zu Depression. Eine erst zu nehmende Krankheit, die eine kurze Episode im Leben sein kann.
Möchtest du die #beintouch Methode lernen, dann lege ich dir meinem Workshop ans Herz. Hier findest du aktuelle Termine: